14.10.2011
- Kartellbehörden haben Freigabe erteilt
- Volker Pyrtek wird Chefeinkäufer und Leiter BUYIN
- jährliche Einsparungen in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Euro drei Jahre nach Start des Joint Ventures angestrebt
Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden nimmt kommenden Montag das Unternehmen BUYIN als Einkaufs-Kooperation von Deutsche Telekom und France Télécom-Orange in Brüssel seinen Geschäftsbetrieb auf. Das gemeinsame Beschaffungsunternehmen mit operativen Einheiten in Frankreich und Deutschland wird von Volker Pyrtek (52) geleitet, dem bisherigen Einkaufschef der Deutschen Telekom. Die Partner haben ihre Beschaffungsaktivitäten in den Bereichen Endgeräte, Mobilfunknetze, großen Teilen der Festnetzausrüstung und Service-Plattformen in einem 50:50 Joint Venture zusammengeführt.
Darüber hinaus planen beide Unternehmen Pilotprojekte im Bereich der IT-Infrastruktur und in weiteren Bereichen der IT, mit dem Ziel, diese ebenfalls in das Joint Venture einzubringen. Die Einbeziehung weiterer Festnetzkomponenten muss noch vom Bundeskartellamt geprüft werden. Durch das gemeinsame Joint Venture soll nach drei Jahren durch Einsparungen im Einkauf eine jährliche Run Rate in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erzielt werden.
"Wir freuen uns, dass wir für unsere Zusammenarbeit im Einkauf mit France Télécom-Orange die Freigabeentscheidungen der zuständigen Kartellbehörden erhalten haben. Nun können wir damit beginnen, das große, zukunftsträchtige Einsparpotential durch den gemeinsamen Einkauf zu erschließen", sagte Edward R. Kozel, Chief Technology und Innovation Officer Deutsche Telekom. "Mit Volker Pyrtek haben wir einen unternehmerisch handelnden Einkaufsleiter, der in den letzten acht Jahren sein Können bereits durch seine Verantwortung für den Einkauf bei T-Mobile und Deutsche Telekom bewiesen hat. Unter seiner Führung wird es uns sicher schnell gelingen, die Synergien zu realisieren und damit bereits mit dem Einkauf einen Beitrag bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie Telco+ zu erbringen."
Beide Konzerne wollen mit dem Joint Venture BUYIN ihre Wettbewerbsfähigkeit beim Einkauf verbessern und für ihre Kunden durch Skaleneffekte nachhaltige Vorteile sowie Einsparungen erzielen. Auch Lieferanten sollen von der Harmonisierung der Technik der europäischen Netzbetreiber profitieren. Die globalen Einsparungen werden drei Jahre nach Betriebsbeginn für die Deutsche Telekom und France Télécom-Orange mit jährlich mehr als 400 Millionen Euro bzw. bis zu 900 Millionen Euro veranschlagt.
"Ich freue mich sehr, dass wir dieses neue Projekt mit der Deutschen Telekom so schnell umsetzen konnten. Die Teams beider Unternehmen haben sehr intensiv zusammengearbeitet und ein gutes Vertragswerk erstellt, das auch die Zustimmung der Kartellbehörden erhalten hat", sagte Pierre Louette, Executive Vice President und Group General Secretary bei France Télécom. "Unser Joint Venture ermöglicht uns, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und wird zu einer noch effektiveren Partnerschaft mit unseren Lieferanten führen, die den Bedürfnissen der Kunden Rechnung trägt."
An den Hauptstandorten Paris und Bonn werden nach der Besetzung aller Stellen insgesamt ca. 250 Mitarbeiter tätig sein. Die meisten kommen aus den betreffenden Einkaufsbereichen beider Konzerne.
Die Gründung des Einkaufs-Joint Ventures hatten die Partner Mitte April 2011 in London als ein Ergebnis der Sondierungsgespräche über Kooperationen im Bereich Technologie bekanntgegeben. Die Prüfung weiterer Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in einer Reihe von Technologiebereichen hatten die Partner bereits Ende Februar bekanntgegeben. Neben der gemeinsamen Nutzung von Funkzugangsnetzen in Europa, WiFi-Roaming und dem Bereich Machine-to-Machine (M2M)-Services, in dem bereits eine Kooperation zwischen Deutsche Telekom, France Télécom-Orange und TeliaSonera bekannt gegeben wurde, sollen auch andere Wachstumsfelder auf Kooperationsmöglichkeiten hin untersucht werden.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen