Freitag, 5. August 2011

Schnelles Internet über die Luft in Weißenburg-Gunzenhausen

Schnelles Internet über die Luft in Weißenburg-Gunzenhausen
04.08.2011
  • Telekom versorgt Muhr am See und Ellingen mit LTE
  • Warum man mit LTE die weißen Flecken schließen kann
  • Was der Kunde braucht, um LTE zu nutzen

Muhr am See und Ellingen gehören zu den ersten Gemeinden in Deutschland, die beim LTE-Ausbau der Telekom mit dabei sind. Long Term Evolution, kurz LTE, ist die neue, vierte Mobilfunkgeneration (4G). Ihr Vorteil: Der Ausbau von LTE ist deutlich günstiger als Glasfaser, nutzt bestehende Funkmasten und hat eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern. Ab sofort können die Bürgerinnen und Bürger in Muhr am See und in der Um­gebung (zum Beispiel in Arberg, Gunzenhausen und Merkendorf) sowie in Ellingen, Zollmühle, Pleindorf und Weißenburg ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach über die Luft schicken - und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz.

"Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren", sagt Udo Harbers, Pressesprecher der Deutschen Telekom für die Region Süd. "Wir kommen damit unserem Ziel näher, möglichst jedem einen schnellen Internet-Anschluss anbieten zu können." Die Telekom plant, bis Ende 2011 bundesweit über 1.500 Stand­orte mit LTE zu bestücken. Damit sollen fast alle der so genannten weißen Flecken geschlossen werden, das heißt Gebiete, die laut Bundesnetzagentur nur unzureichend mit schnellen Internet-Anschlüssen versorgt sind.

Warum man mit LTE die weißen Flecken schließen kann
LTE wird im ländlichen Raum auf dem Frequenzband zwischen 790 und 862 Megahertz (MHz) eingesetzt. Dieses Frequenzband wurde bisher für die Über­tragung von analogen Radio- und TV-Signalen genutzt. Nach der Digitalisierung des Rundfunks war das Frequenzband frei geworden. Die Bundesnetzagentur hat es speziell für die Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet bereitgestellt. Das Mobilfunksignal wird im Frequenzbereich 800 MHz sehr weit getragen. "Mit einem einzigen LTE-Standort kann so eine große Fläche versorgt werden. Das macht den Aufbau von schnellem Internet im ländlichen Raum wirtschaftlich machbar", sagte Telekom-Sprecher Udo Harbers.

Das 800-Megahertz-Frequenzband wurde von der Bundesnetzagentur in Blöcken vergeben, die eine Geschwindigkeit von maximal 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) pro Mobilfunkstandort möglich machen. Damit alle Nutzerinnen und Nutzer im Umkreis eines Standortes eine schnelle Internet-Verbindung bekommen, bietet die Telekom den Zugang über Funk zunächst mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3 MBit/s beim Herunter­laden und 500 Kilobit pro
Sekunde (KBit/s) beim Hochladen an.

Was der Kunde braucht, um LTE zu nutzen
Das Angebot Call & Surf Comfort via Funk enthält eine Flatrate für die Internetnutzung und das Telefonieren ins deutsche Festnetz. Das Angebot kostet 39,95 Euro für Privatkunden und 33,57 Euro für Geschäftskunden. Der Empfang funk­tioniert über einen LTE-Router. Der Router sollte für den optimalen Empfang im Haus und Büro möglichst in Fensternähe platziert werden. Über den Router können auch mehrere Computer mit dem Internet verbunden werden.

Wo die Telekom bereits heute LTE anbietet, kann man im Internet unter http://www.telekom.de/4G nachschauen. Und natürlich weiß auch der Fachhändler vor Ort alles über Tarife und Geräte.

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